Büromaterial

Nachhaltigkeit im Büro

Beflügelt von einem wachsenden Umweltbewusstsein in der Gesellschaft suchen Designer und Materialhersteller gleichermaßen nach alternativen Werkstoffen auf Basis natürlicher Ressourcen und biologischer Reststoffe.

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In Deutschland verbringen rund 17 Millionen Menschen die meiste Zeit des Tages an Bildschirm- und Büroarbeitsplätzen. Das bedeutet erhebliche Lebenszeit in geschlossenen Räumen, umgeben von zahlreichen Produkten, die aus begrenzten und meist erdölbasierten Rohstoffen hergestellt wurden. Die Herstellung, Verwendung und Entsorgung dieser Produkte bringt Belastungen für die Umwelt mit sich.

Eine gesetzliche Verankerung zur Übernahme gesellschaftlicher Verantwortung für Klima und Ressourcen über den Weg des öffentlichen Konsums gibt es in Deutschland nicht. Folglich steckt die nachhaltige öffentliche Beschaffung noch in vielen Bereichen in den „Kinderschuhen“.

Das gilt in verstärktem Maße für den Einkauf biobasierter Produkte als Teil einer umweltfreundlichen Beschaffung im Kontext einer nachhaltigen Entwicklung.

Dennoch: Die Abkehr von petrochemischen Erzeugnissen sowie das Denken in geschlossenen Kreisläufen haben begonnen. Wettbewerbe wie „Das umweltfreundliche Büro“ des Bundesdeutschen Arbeitskreises für Umweltbewusstes Management genießen einen immer stärkeren Zulauf.

Auch der Markt für Bürobedarf ist in Bewegung und verlangt nach Profilierung. Ein ökologisches Leitbild und die Aufnahme „grüner“ Produkte ins Portfolio stellen eine zukunftsträchtige Strategie dafür dar.
IDie Ausstellung „Das nachwachsende Büro“ zeigt das heute schon breite Angebot in diesem Bereich: Locher, Folien, Tastaturen, Computermäuse, Textmarker, Klebestifte und Schreibtischleuchten in biobasierter Qualität.
Diese Produkte tragen ebenso anerkannte Umweltzeichen wie die innovativen Möbel, Wand- und Bodenelemente, die im „nachwachsenden Büro“ präsentiert werden.

Der öffentliche Einkauf stellt einen wesentlichen Wachstumsmotor für den Marktzugang für biogene Produkte dar. Mit Mitteln des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) bemüht sich die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V. (FNR) mit ihren Projekten „Das nachwachsende Büro“ und „Nachwachsende Rohstoffe im Einkauf“ darum, Vordenker und Modernisierer... der öffentlichen Verwaltung zu einer nachhaltigen Beschaffung anzuregen.

Für das Modell „Das nachwachsende Büro“ wurden fast 100 verschiedene biobasierte Produkte eingesetzt: Büroartikel aus Biokunststoffen oder Bambus ebenso wie Einrichtungs- und Standbaumaterialien aus Holz, Linoleum oder Tierhaaren.

 

Mehr Informationen unter:

www.das-nachwachsende-buero.de